Bimodale CI-Versorgung – Sprachverständlichkeitsuntersuchung mit dem Oldenburger Satztest

Language
de
Document Type
Doctoral Thesis
Issue Date
2022-12-12
Issue Year
2022
Authors
Grimm, Sarah
Editor
Abstract

Objectives The ability of understanding in the presence of background noise is often limited in the case of hearing loss. Hence the requirement of affected people to hearing aids and cochlear implants is to improve their speech intelligibility in background noise. The present study examines speech intelligibility in noise in bimodal-supplied pa-tients, whereby it should be clarified if there is an improvement in speech intelligibil-ity through spatial separation and whether an advantage in binaural hearing yields if the “poorer” ear is switched on.

Methods This clinical study includes 29 bimodal supplied patients with post-lingual hearing loss. To assess the hearing loss, a tone audiometry was carried out first. Speech comprehension was then tested in quiet and in noise with the OLSA. The positions of the sound sources varied in the individual testing. ILD and BILD were calculated to quantify speech understanding.

Results The study showed a significant improvement in speech understanding in bimodal supplied patients with spatial separation of speech and noise. The result of testing the binaural advantage by switching on the “poorer” ear was not significant. The final comparison showed that the patients participating in the study were able to gain more speech intelligibility by spatial separation of the sound sources than through binaural hearing.

Abstract

Hintergrund & Zielsetzung Die Fähigkeit, Gesprochenes zu verstehen, wenn dies durch Umgebungslärm und Hintergrundgeräusche erschwert wird, ist bei einer Schwerhörigkeit oft einge-schränkt. Daraus ergibt sich die Anforderung betroffener Menschen an Hörhilfen, durch deren Nutzung die Sprachverständlichkeit im Störschall zu verbessern. Die vorliegende Studie beschäftigt sich mit der Sprachverständlichkeit im Störschall bei bimodal versorgten Personen, wobei die Frage geklärt werden soll, ob es zu einer Verbesserung der Sprachverständlichkeit durch räumliche Trennung von Nutz- und Störschall kommt und ob ein Vorteil durch binaurales Hören entsteht, wenn das „schlechtere“ Ohr hinzugeschaltet wird.

Methoden Bei der hier vorliegenden Studie handelt es sich um eine klinische Studie mit 29 bimodal versorgten Probanden mit postlingualer Schwerhörigkeit. Zur Einschätzung der Schwerhörigkeit erfolgte zunächst die Durchführung einer Tonaudiometrie. An-schließend wurde das Sprachverstehen in Ruhe und im Störschall mithilfe des Oldenburger Satztests getestet. Die Positionen von Nutz- und Störschall variierten in den einzelnen Durchgängen. Zur Quantifizierung des Sprachverstehens wurden abschließend die intelligibility level difference und die binaural intelligibility level difference berechnet.

Ergebnisse Die Studie zeigte eine signifikante Verbesserung des Sprachverstehens von bimo-dal versorgten Probanden bei räumlicher Trennung von Nutz- und Störschall. Nicht statistisch signifikant war das Ergebnis der Testung des binauralen Vorteils durch das Hinzuschalten des „schlechteren“ Ohrs. Im abschließenden Vergleich zeigte sich, dass die in der Studie teilnehmenden Probanden einen höheren Verständnis-gewinn durch räumliche Trennung der Schallquellen erlangen konnten als durch binaurales Hören.

DOI
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