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54. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Handchirurgie

Deutsche Gesellschaft für Handchirurgie

10.10. - 12.10.2013, Düsseldorf

Handfunktion nach Handtransplantation versus Bionischer Rekonstruktion

Meeting Abstract

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  • corresponding author presenting/speaker Stefan Salminger - CD Labor für Wiederherstellung von Extremitätenfunktionen, Medizinische Universität Wien, Plastische und Rekonstruktive Chirurgie, AKH Wien, Wien, Österreich
  • Agnes Sturma
  • Oskar Aszmann

Deutsche Gesellschaft für Handchirurgie. 54. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Handchirurgie. Düsseldorf, 10.-12.10.2013. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2013. Doc13dgh03

doi: 10.3205/13dgh03, urn:nbn:de:0183-13dgh031

Published: October 7, 2013

© 2013 Salminger et al.
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Fragestellung: Der Verlust einer Hand, oder zumindest deren Funktion, aufgrund einer schwerwiegenden Verletzung stellt ein einschneidendes Ereignis dar. Die homologe Transplantation in Form eines vaskularisierten Gewebetransfers und die bionische Rekonstruktion mittels myoelektrischer Prothese sind zwei Konzepte zur Wiederherstellung einer Handfunktion nach transradialer Amputation.

Natürlich kann eine Prothese die Erscheinung und Haptik einer normalen Hand nicht in der Form ersetzen wie es durch Handtransplantation möglich ist, allerdings ist bei bionischer Rekonstruktion keine Immunsuppression, geringerer therapeutischer Aufwand und keine lebenslange Physiotherapie von Nöten.

Methodik: Im Rahmen dieser Studie werden vier männliche Patienten mit einseitiger prothetischer Rekonstruktion und vier Patienten mit transplantierten Händen untersucht (3 bilaterale, 1 unilateraler). Die Handfunktion aller Patienten wird mittels ARAT (Action Research Arm Test) und SHAP (Southhampton Hand Assesment Procedure) getestet und die Ergebnisse beider Gruppen miteinander verglichen.

Ergebnisse: Die momentan vorliegenden Ergebnisse zeigen keine signifikanten Unterschiede in der Handfunktion zwischen den beiden Rekonstruktionsverfahren. Die Patienten beider Gruppen erreichen nahezu physiologische Werte, allerdings fließt die Sensibilität der transplantierten Patienten nicht in diese Tests ein.

Schlussfolgerung: Aufgrund der vorläufigen Ergebnisse stellt die zu erreichende Handfunktion kein Entscheidungskriterium für die Wahl des Rekonstruktionsverfahrens dar. Vielmehr wird klar, dass die unterschiedlichen Rekonstruktionsverfahren unterschiedliche Vor- und Nachteile mit sich bringen welche in der Patientenselektion sorgfältig und anhand klarer Indikationen abgewogen werden sollten. Letztlich ist kaum ein Patient für beide Verfahren geeignet.