Dokument: Auswirkungen einer interprofessionellen Lehr- und Lerneinheit auf das Ernährungsmanagement von mangelernährten Patienten in stationärer Versorgung

Titel:Auswirkungen einer interprofessionellen Lehr- und Lerneinheit auf das Ernährungsmanagement von mangelernährten Patienten in stationärer Versorgung
Weiterer Titel:Impact of interprofessional education on the nutritional management of in-patients
URL für Lesezeichen:https://docserv.uni-duesseldorf.de/servlets/DocumentServlet?id=59015
URN (NBN):urn:nbn:de:hbz:061-20220310-105617-9
Kollektion:Dissertationen
Sprache:Deutsch
Dokumententyp:Wissenschaftliche Abschlussarbeiten » Dissertation
Medientyp:Text
Autor: Braun, Benedikt [Autor]
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Dateien vom 09.03.2022 / geändert 09.03.2022
Beitragende:Prof. Dr. Müssig, Karsten [Gutachter]
Univ.-Prof. Dr. med. Rieder, Harald [Gutachter]
Stichwörter:Interprofessionelle Ausbildung, Mangelernährung, Ernährungsmanagement
Dewey Dezimal-Klassifikation:600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften » 610 Medizin und Gesundheit
Beschreibungen:Einleitung: Mangelernährung wird trotz ihrer Häufigkeit in ihrer Bedeutung für Morbi-dität und Mortalität unterschätzt. Ein interprofessionelles Ernährungsmanagement kann die Patient*innensicherheit und das klinische Outcome verbessern. Als Grund-lage für eine funktionierende Zusammenarbeit im Team wird eine interprofessionelle Ausbildung angesehen. Bisher liegen kaum Daten bezüglich der Effekte von interpro-fessioneller Ausbildung auf messbare Ergebnisse für Patient*innen vor. Im Rahmen eines interprofessionellen Lehrprojekts führten Medizin- und Pflegestudierende, basie-rend auf der Methode des Forschenden Lernens, bei Patient*innen eine Analyse der Ernährungssituation durch und entwickelten individuelle Therapiepläne. Die Studieren-den meldeten ihre Ergebnisse an die Versorgungsteams sowie in einer Posterpräsen-tation an Entscheidungsträger*innen der Klinik zurück. Für eine ausgewählte internis-tische Station sollte untersucht werden, inwieweit diese studentischen Rückmeldun-gen zu einer Veränderung des stationären Ernährungsmanagements führen.
Methodik: Es wurde eine prospektive Kohorten-Interventionsstudie mit Erfassung des Ernährungszustandes von Patient*innen vor und nach den studentischen Interventio-nen mit etablierten Screening-Instrumenten durchgeführt. Für die Untersuchung der interprofessionell geführten Dokumentation bezüglich Mangelernährung wurde ein Leitfaden entwickelt und angewendet. Veränderungen in der Dokumentation wurden mittels t-Test, Mann-Whitney-U-Test und exaktem Fisher-Test getestet. Institutionelle Konsequenzen für das Ernährungsmanagement wurden deskriptiv erfasst. Die Lehreinheit wurde von den Studierenden vorher und nachher evaluiert.
Ergebnisse: Bei insgesamt 59 % der Patient*innen wurde eine Mangelernährung bzw. ein Risiko für Mangelernährung festgestellt. Angeregt durch die studentischen Rück-meldungen folgten als institutionelle Konsequenzen: a) ein routinemäßiges stationäres Screening mit dem Nutritional Risk Screening und b) die Verwendung von Tellerdia-grammen zur Abschätzung der Nahrungszufuhr. In der interprofessionellen Dokumen-tation wurden postinterventionell signifikant mehr ernährungsrelevante Items doku-mentiert.
Schlussfolgerung: Die Rückmeldung der Ergebnisse aus der studentischen interpro-fessionellen Zusammenarbeit führte zu einer Sensibilisierung von Entscheidungsträ-ger*innen und neuen Maßnahmen zur Verbesserung des Ernährungsmanagements.

Introduction: Despite its frequency, malnutrition is underestimated in its importance for morbidity and mortality. Interprofessional nutrition management can improve pati-ent safety and clinical outcomes. An interprofessional education is considered as the basis for good team cooperation. So far, little data is available on the effects of inter-professional education on measurable outcomes for patients. In a teaching project ba-sed on the method of inquiry-based learning, medical and nursing students conducted an analysis of the nutritional situation of patients and developed individual treatment plans. The students orally reported their findings to the care teams as well as via a poster presentation to decision-makers of the hospital. The objective is to determine to what extent student feedback leads to a change of in-patient nutritional management for a selected internal medical ward.
Methodology: A prospective cohort intervention study was conducted to assess the nutritional status of patients before and after student interventions using established screening tools. A manual was developed and applied to examine the interprofession-ally recorded documentation on malnutrition. Differences in documentation were tested using t-test, Mann-Whitney-U-test and Fisher’s exact test. Institutional consequences for nutrition management were recorded descriptively. The teaching unit was evaluated by the students before and after.
Results: Malnutrition was found in 59% of patients. Inspired by student feedback, in-stitutional consequences followed: a) routine inpatient screening using Nutritional Risk Screening; and b) the use of pie charts to estimate food intake. In the interprofessional documentation nutritionally relevant items were documented significantly more often after the intervention.
Conclusion: The feedback from the results of student interprofessional cooperation led to a sensitization of decision-makers and enabled new measures to improve nutri-tional management.
Lizenz:In Copyright
Urheberrechtsschutz
Fachbereich / Einrichtung:Medizinische Fakultät
Dokument erstellt am:10.03.2022
Dateien geändert am:10.03.2022
Promotionsantrag am:14.09.2021
Datum der Promotion:03.03.2022
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