The existential 'Anruf' as the agency of the anti-objectives of the discourse on stress

  • Two large, Danish discursive-archaeological studies document an absence of agency and in- structions in the discourse on stress. Instead, the discourse on stress is pregnant with anti-objectives: at- titudes, behaviors and actions that are to play a less dominating role. This article explores the possibility that the absence of agency and the presence of anti-objectives is an agency in itself, in the form of an ex- istential Anruf (calling) of the conscience of the Da-sein. As the late-modern individual abides to an ev- er-growing set of norms, claims and expectations, it loses itself in the idle talk of the They (Heidegger 1996, S. 250). This article will demonstrate the close correlation between the yet-to-be-disclosed-place of the anti-objectives and the Authentic potentiality-of-being of Da-sein, to which the ›Anruf‹ calls the they-self back to it-self.
  • Basierend auf zwei umfassenden diskursarchäologischen Studien dokumentieren Molholm und Vetner, dass im dänischen Stress-Diskurs Handlungsfähigkeit und Anweisungen nicht zu finden sind. Stattdessen, zeichnet sich der Diskurs durch Anti-Zielsetzungen aus, insofern Einstellungen, Verhalten und Handlungen eine untergeordnete Rolle spielen. Der Artikel untersucht, inwiefern die Abwesenheit von Handlungsfähigkeit und die Anwesenheit von Anti-Zielsetzungen selbst Handlungsfähigkeit, in der Form des existenziellen Anrufs des Gewissens des Daseins, ist. Das moderne Individuum muss einer ständig wachsenden Menge von Normen, Forderungen und Erwartungen nachkommen: »Sich verlierend in die Öffentlichkeit des Man und sein Gerede überhörtes im Hören auf das Man-selbst das eigene selbst« (Heidegger 1967, S. 271). Dieser Artikel wird den engen Zusammenhang zwischen einem ›yet-to-be-disclosed-place‹ der Anti-Zielsetzungen und einem eigentlichen Sein-können des Daseins demonstrieren, bei dem der ›Anruf‹Basierend auf zwei umfassenden diskursarchäologischen Studien dokumentieren Molholm und Vetner, dass im dänischen Stress-Diskurs Handlungsfähigkeit und Anweisungen nicht zu finden sind. Stattdessen, zeichnet sich der Diskurs durch Anti-Zielsetzungen aus, insofern Einstellungen, Verhalten und Handlungen eine untergeordnete Rolle spielen. Der Artikel untersucht, inwiefern die Abwesenheit von Handlungsfähigkeit und die Anwesenheit von Anti-Zielsetzungen selbst Handlungsfähigkeit, in der Form des existenziellen Anrufs des Gewissens des Daseins, ist. Das moderne Individuum muss einer ständig wachsenden Menge von Normen, Forderungen und Erwartungen nachkommen: »Sich verlierend in die Öffentlichkeit des Man und sein Gerede überhörtes im Hören auf das Man-selbst das eigene selbst« (Heidegger 1967, S. 271). Dieser Artikel wird den engen Zusammenhang zwischen einem ›yet-to-be-disclosed-place‹ der Anti-Zielsetzungen und einem eigentlichen Sein-können des Daseins demonstrieren, bei dem der ›Anruf‹ das Man-selbst zurück zum Sich-selbst ruft.show moreshow less

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Metadaten
Author:Martin Molholm
URN:urn:nbn:de:bvb:384-opus4-996902
Frontdoor URLhttps://opus.bibliothek.uni-augsburg.de/opus4/99690
URL:https://www.uni-augsburg.de/de/fakultaet/philsoz/fakultat/soziologie/zfd
ISSN:2195-867XOPAC
Parent Title (Multiple languages):Zeitschrift für Diskursforschung / Journal for Discourse Studies
Publisher:Beltz
Place of publication:Weinheim
Type:Article
Language:English
Year of first Publication:2019
Publishing Institution:Universität Augsburg
Release Date:2022/11/28
Tag:Existenzialismus; Heidegger; Archäologie des Wissens; Foucault; Stress; Da-sein
Existentialism; Heidegger; Archaeology of Knowledge; Foucault; Stress; Da-Sein
Volume:7
Issue:2
First Page:190
Last Page:214
Institutes:Philosophisch-Sozialwissenschaftliche Fakultät
Dewey Decimal Classification:3 Sozialwissenschaften / 30 Sozialwissenschaften, Soziologie / 300 Sozialwissenschaften
Licence (German):Deutsches Urheberrecht