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Oberflächen EMG-Untersuchungen zum Kontraktionsverhalten der Skelettmuskulatur unter Ausdauerbedingungen bei Anwendung lokal applizierter Kälte
Oberflächen EMG-Untersuchungen zum Kontraktionsverhalten der Skelettmuskulatur unter Ausdauerbedingungen bei Anwendung lokal applizierter Kälte
Die Studie untersucht die Wirkung lokal applizierter Kälte auf das elektromyographische Amplituden u.- Frquenzverhalten der Skelettmuskulatur bei isometrischer Muskelaktivität. Es wurden hierzu 30 muskelgesunde Probanden dazu aufgefordert unter Anwendung einer kliniküblichen Kältepackung mit individuell ermittelter 30%-Maximalkraft bis zur muskulären Ermüdung gegen einen Widerstand zu drücken. Untersucht wurden die Mm. extensores carpi rad. longus et brevis. Ergebnis: Die Kälteapplikation steigert die muskuläre Ausdauer bei isometrischer Muskelarbeit. Es ist anzunehmen, dass dies über eine Herabsetzung der Empfindlichkeit des Gamma-Systems des Muskels geschieht. Über einen Regelkreismechanismus kommt es zur Reduktion der Feuerungsrate der Alpha-Motoneuronen, was zusätzlich durch eine zunehmende Membranträgheit, Abnahme der Acetylcholinhydrolyserate und eine Ph-Wert-Abnahme, die durch die kälteinduzierte Vasokonstriktion und dem damit verbundenen verzögerten Abtransport saurer Valenzen bedingt ist, verstärkt zu einer Abnahme der Entladungsfrequenz an der Muskulatur führt. Daher ist es nötig Kompensationsmechanismen wie Synchronisation und Rekrutierung weiterer Muskelfasern intensiver als unter Standardbedingungen anzustossen. Kompensation kann jedoch auch als Ökonomisierung der Muskelarbeit mir erhöhter Ausdauerleistung als Optimierung durch den Faktor Kälte betrachtet werden.
Kälte,Oberflächen-EMG,Muskeltonus,Ausdauer,Isometrie
Walter, Birgit
2005
Deutsch
Universitätsbibliothek der Ludwig-Maximilians-Universität München
Walter, Birgit (2005): Oberflächen EMG-Untersuchungen zum Kontraktionsverhalten der Skelettmuskulatur unter Ausdauerbedingungen bei Anwendung lokal applizierter Kälte. Dissertation, LMU München: Medizinische Fakultät
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Abstract

Die Studie untersucht die Wirkung lokal applizierter Kälte auf das elektromyographische Amplituden u.- Frquenzverhalten der Skelettmuskulatur bei isometrischer Muskelaktivität. Es wurden hierzu 30 muskelgesunde Probanden dazu aufgefordert unter Anwendung einer kliniküblichen Kältepackung mit individuell ermittelter 30%-Maximalkraft bis zur muskulären Ermüdung gegen einen Widerstand zu drücken. Untersucht wurden die Mm. extensores carpi rad. longus et brevis. Ergebnis: Die Kälteapplikation steigert die muskuläre Ausdauer bei isometrischer Muskelarbeit. Es ist anzunehmen, dass dies über eine Herabsetzung der Empfindlichkeit des Gamma-Systems des Muskels geschieht. Über einen Regelkreismechanismus kommt es zur Reduktion der Feuerungsrate der Alpha-Motoneuronen, was zusätzlich durch eine zunehmende Membranträgheit, Abnahme der Acetylcholinhydrolyserate und eine Ph-Wert-Abnahme, die durch die kälteinduzierte Vasokonstriktion und dem damit verbundenen verzögerten Abtransport saurer Valenzen bedingt ist, verstärkt zu einer Abnahme der Entladungsfrequenz an der Muskulatur führt. Daher ist es nötig Kompensationsmechanismen wie Synchronisation und Rekrutierung weiterer Muskelfasern intensiver als unter Standardbedingungen anzustossen. Kompensation kann jedoch auch als Ökonomisierung der Muskelarbeit mir erhöhter Ausdauerleistung als Optimierung durch den Faktor Kälte betrachtet werden.