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Zeremoniell, Bild und Gestus in der Disputationskultur der Frühen Neuzeit

  • Die frühneuzeitlichen akademischen Disputationen waren aussagekräftige wissenschaftliche und zeremonielle Ereignisse, deren Forschungswert weit über die Wissenschaftsgeschichte hinausgeht. Zwar dokumentieren Disputationen die Fragestellungen in der geschichtlichen Entwicklung einer theologischen Disziplin und sagen etwas über Kontroversen einer Zeit aus. Sie sind jedoch viel mehr als ihre Inhalte: Diese verhältnismäßig gut dokumentierten medialen Ereignisse waren „[…] nicht zuletzt Selbstdarstellung eines Institutes, seiner Gönner und Vorsitzenden.“ Sie waren multimedial in der Hinsicht, dass sie gesprochenen Text, Musikeinlagen, vorgeschriebene Kleidung und bildliche Elemente einsetzten. Dadurch reichen die rhetorischen Wettkämpfe in den Bereich des Performativen hinein. Folglich wird der Disputationstext – über seine fachtheologischen Inhalte hinaus – zum Material, das innerhalb eines ästhetischen, szenischen und schließlich soziokulturellen Kontextes darzustellen ist. Sie sind Beispiele einer inszenierten Rhetorik, die Bilder in einem paraliturgischen Kontext diskursiv einsetzen.

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Verfasserangaben:Alkuin Volker Schachenmayr
URN:urn:nbn:de:0295-opus4-17585
Titel des übergeordneten Werkes (Deutsch):Glaube und Kirche in Zeiten des Umbruchs. FS für Josef Kreiml
Herausgeber*in:Veit Neumann
Dokumentart:Aufsatz
Sprache:Deutsch
Jahr der Fertigstellung:2018
Datum der Freischaltung:19.05.2020
GND-Schlagwort:Disputation; Doktorgrad; Zeremoniell
Erste Seite:505
Letzte Seite:528
DDC-Sachgruppen:400 Sprache
Zugriffsrecht:Frei zugänglich
Hochschulen:Phil.-Theol. Hochschule Benedikt XVI. Heiligenkreuz im Wienerwald
Lizenz (Deutsch):License LogoCreative Commons - CC BY-NC-ND - Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International